Heute ist Nationalfeiertag und damit seit vielen Jahren so eine Art nationaler Wandertag. Für mich jedenfalls eine Premiere, denn zum ersten Mal mache ich an diesem Tag auch eine Wanderung. Das Wetter ist nicht schlecht, etwas kühl und ich rechne mit Menschenmassen auf der Hohen Wand
. Berühmt ist die hohe Wand für die über 700 Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade. Wir machen es uns einfach und nehmen den Grafenbergweg.
Los geht es mit dem Auto nach Grünbach und weiter zum Seiser Toni. Die Parkplätze dort sind gebührenpflichtig, daher parken wir etwas unterhalb. Nach ein paar Meter auf der Straße zweigt links der blau markierte Grafenbergweg ab. Es ist sonnig, von Regen noch keine Spur.
Der Weg führt zur Wilhelm-Eichert-Hütte auf der großen Kanzel mit einem Gipfelkreuz.
Unterwegs erinnert eine Informationstafel an den Pfarrer Alois Wildenauer
, der als Wand-Pionier bezeichnet wird. Er erkundete 184 noch nie zuvor begangene Steige. Für uns bleibt also nichts mehr übrig, was es noch zu entdecken gäbe. Die Abzweigung zum Babysteig übersehe ich leider und so erreichen wir das „Grafenberg“ Denkmal, das der „Österreichischen Touristen Klub“ errichtete. Nach ein paar Fotos geht es weiter.

Nach etwa einer Stunde Gehzeit, kurz nach 12 Uhr (High Noon), erreichen wir das Plateau und die Hütte. Wir besuchen das Gipfelkreuz auf der Großen Kanzel und ich trage uns ins Gipfelbuch ein. Dann machen wir in der Hütte eine ausgiebige Trinkpause. Kurz vor Eins geht es weiter Richtung Westen zum eigentlichen Ziel, dem Plackles. Mit 1132 m ü. A. ist er der höchste Punkt auf der Hohen Wand.
Der Weg ist breit, eben und PKW tauglich. Vorbei an der Waldfreundehütte, dem Stützpunkt der Berg- und Naturwacht, erreichen wir den Plackles. Das Berghaus Plackles sieht geschlossen aus und hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Kurz weichen wir vom markierten Weg ab, in Richtung Wandwiese. Wieder auf markiertem Pfad kommen wir zum Rastkreuz mit der Scheimhitt’n. Die scheint sogar geöffnet zu haben, aber wir lasen sie rechts liegen.
Wieder nach Osten gewendet geht es nun zügig bergab bis wir nach 3 Stunden und 15 Minuten den Parkplatz erreichen.
Fazit: Bei schönem Wetter und damit verbundener Aussicht ist die Hohe Wand immer ein lohnendes Ziel. Den Plackles kann man sich sparen.
Kartenansicht
Gesamtanstieg: 570 m
Gesamtabstieg: -558 m
Gesamtzeit: 03:13:38
Gemütlich Mittel Anstrengend
Einkehrmöglichkeit:
Wilhelm-Eichert-Hütte






























