Silvesterpfad, Geschriebenstein (Bgld.)

Der „Zehntel-Mount-Everest“ namens Geschriebenstein    ist mit 884m der höchste Gipfel des Burgenlandes und wird friedlich geteilt mit Ungarn.
Erstaunlichereise  laufen dort beinahe nur ungarische Wanderer herum. Von da oben kann man bei guter Fernsicht ja auch weit ins Land blicken.
Ziel unserer Tour sind die Felsgruppen am Kalapos-kő (Hutstein) mit ihren vielfältigen Formen oberhalb des ungarischen Ortes Bozsok. In diesen Grünschiefergesteinen, welche in Ungarn ausschließlich hier vorkommen, gibt es auch mehrere kleine Höhlen.
Also nix wie hin an diesem sonnigen Silvestertag.

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist der Parkplatz auf der Passhöhe. Der Weg zum Gipfelplateau ist gesperrt weil total vereist, aber niemand kümmert sich darum. Mit unseren Grödel sind wir flott unterwegs im Gegensatz zu den ungarischen Wanderern die verzweifelt umher rutschen. Nach knapp 1,9 km erreichen wir den Aussichtsturm durch welchen die Grenze verläuft und da wurlt es wie am Hauptplatz von Budapest. Wir verlassen den Ort und folgen auf Forstwegen der roten Wegmarkierung nach Bozsok. Anfangs kommen uns auch hier noch viele Wanderer entgegen aber als wir ins Finstere Tal / Sötet-völgy gelangen sind wir allein. Zahlreiche umgestürzte Bäume zeugen von einem vergangenen Sturm und hier unten ist es wirklich finster und kalt. Wir folgen dem Weg entlang vom Bach und bemerken, dass wir uns mittlerweile auf 430m befinden und damit ziemlich weit den Berg hinunter gestiegen sind. Schließlich erreichen wir die Abzweigung zum Kalapos-kö, zu dt. Hutstein.
Von nun an geht es steil hinauf und auf halbem Weg biegt ein Pfad zur Oriasok utja-barlang, der Gigantenhöhle ab. Nun ja, das waren eher kleine Giganten welche in dieser ca. 30m tiefen Felsspalte gehaust haben aber was solls? Zurück am Hauptweg geht es weiter bergauf bis links vom Weg die Szeles-kö auftaucht – ein nette Felsklippe mitten im Buchenwald. Noch ein kurzes Stück und wir biegen rechts ab und folgen nun der blauen Markierung zum Kalapos-kö. Bald erreichen wir die Stelle mit den eigenartigen Felsformationen und bewundern die verschiedenen Figuren. Nach einer kurzen Rast geht es weiter durch den Wald zum Holler-kö (-Stein) wo wir einen kurzen Abstecher zur dortigen Höhle namens Holler-barlang machen. Nun geht es zuerst leicht bergauf auf die 600m hohe Hollerwiese und dann wieder bergab bis wir uns unten im Finsteren Tal wiederfinden. Nach etwa 100m biegt jetzt links der rot/grün markierte „Bernstein-Trail“ ab. Wir überqueren den Bach an einer Furt und stehen am Anfang von einem Steig. Dieser führt auf etwa 1,7km Länge ziemlich steil genau an der Staatsgrenze entlang hinauf zum Gipfel. Dabei müssen 350Hm, zahlreiche umgestürzte Bäume, Brombeerstauden, Hainbuchen, sowie andere Widrigkeiten bewältigt werden – schwitz.
Nach einem kurzen Durchschnaufen und Bewunderung des nahenden  Sonnenunterganges über Südburgenland und der Südoststeiermark nehmen wir den eisigen Rückweg zur Passhöhe in Angriff.
Beim Speichern des Tracks erkenne ich, dass wir in den letzten 5 Stunden 720 Hm bewältigt haben – gar net schlecht für´s vermeintlich flache Burgenland.

Die letzte Wanderung des Jahres 2025 – „Sehr nett!“

 

Kartenansicht

Gesamtstrecke: 14.97 km
Gesamtanstieg: 756 m
Gesamtabstieg: -755 m
Gesamtzeit: 05:05:58
Download file: 2025-12-31 Geschriebenstein m.gpx

Gemütlich         Mittel          Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: keine

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