Siedlerweg der Poljanci, Drassburg (Bgld.)

der Hotterstein zw. Drassburg-Baumgarten-Klingenbach

Auf dem Weg ins mittlere Burgenland  sehen wir von der S31 zwischen Eisenstadt und Mattersburg linkerhand immer einige Windräder auf einer kleinen Hügelkette. Die Kroaten dieser Gegend werden „Poljanci“ genannt und sind vor bald 500 Jahren dorthin gezogen.
Findige Touristiker haben einen Themenweg dazu erfunden den Siedlerweg der Poljanci
und wir haben uns entschlossen einen kleinen, aber hoffentlich feinen Teil dieses Weges zu erkunden.

 

Wir parken am am menschenleeren Hauptplatz von Drassburg. Hier gibt es an Sehenswürdigkeiten eine Baustelle, ein geschlossenes Wirtshaus namens „Milchhalle“ und die stillgelegte Filiale der sich im Konkurs befindlichen „Commerzialbank“ aus Mattersburg.
Wir ziehen los und mangels fehlender Markierung gehen wir erstmal auf den Friedhof. Dieser liegt an einem Hang hoch über dem Hauptplatz und bietet die erste Möglichkeit für einen Weitblick nach Eisenstadt. Vom Hinterausgang des Friedhofs gelangen wir auf das Gipfelplateau und kommen zu einem versperrten Aussichtsturm. Von da sehen wir dann das sogenannte „Schwarze Kreuz“ welches in
3 Sprachen (D/HR/H) der Ermordung von Königin Elisabeth gedenkt. Die Sicht reicht vom Leithagebirge über den Neusiedlersee, den St. Margareth´ner Steinbruch bis nach Osten auf Sopron/Ödenburg, und ganz im Norden sehen wir auch die Hundsheimer Berge.
Über die Hochebene geht es nun Richtung Baumgarten zum „Öden Kloster“, den Resten von einem ehemaligen Kloster des ungar. Paulinerordens mit einer mächtigen Linde und einer netten Parkanlage. von dort geht es weiter in den Wald hinein wo wir beim 349m hohen Krippelberg den höchsten Punkt der Wanderung erreichen. Wir ziehen weiter und überqueren zwischen Baumgarten und Schattendorf (bekannt für die Schießerei 1927 ) überqueren wir die Bahnlinie Ebenfurt-Sopron-Györ (Raaberbahn) und machen bei einer kleinen Kapelle am Wegesrand eine kurze Trinkpause. Derweil geht im Westen der Schneeberg auf. Weiter geht es auf einem asphaltierten Radweg an den mächtigen Windrädern vorbei bis wir wieder auf einen „normalen“ Feldweg weitergehen können.  Nach ein paar hundert Metern erreichen wir den „Hotterstein“, einen großen, dreieckigen Stein (siehe Bild oben) welcher die Gemeindegrenze zw. Klingenbach, Drassburg und Baumgarten markiert.  Ein Stück weiter ergibt sich bei einer Weggabelung eine schöne Aussicht auf das Wiener Becken und die Hügel des Wienerwaldes, natürlich dominiert von Rax und Schneeberg. Eine umgefallene Tafel erinnert uns daran, dass hier der „österr. Nordalpenweg 02“ durchgeht, aber im eher flachen Teil wohl eher selten bis gar nicht begangen wird. Von dort geht es nun über eine Wiese hinunter und auf gemütlichen Wegen an der Hubertuskapelle vorbei zurück nach Drassburg.

Eine schöne Wanderung für einen Sonntag-Nachmittag –  sehr nett.

Gesamtstrecke: 12.56 km
Gesamtanstieg: 314 m
Gesamtabstieg: -312 m
Gesamtzeit: 03:27:12
Download file: 2021-05-09 Drassburg.gpx

Gemütlich          Mittel       Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: coronabedingt keine

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