Soproni Hegy, Brennbergbánya (H)

Bankerl in Brennbergbanya

Für einen schwülen Sommertag brauchen wir ein schattigen Weg.
Wir wählen die Wälder vom Ödenburger Gebirge / Soproni Hegy.
Brennbergbánya (zu deutsch  Brennberg  ) ist ein Ortsteil der ungarischen Stadt Sopron / Ödenburg. Der Ort liegt im äußersten Nordwesten von Ungarn und die Grenze zu Österreich verläuft südwestlich in 1 km Entfernung.
Hier gab es bis in die 1950er Jahre ein grenzunterschreitendes Braunkohlebergwerk mit einem Förderturm im österreichischen Helenenschacht.

Hinter der Ortstafel endet nicht nur Ritzing/Helenenschacht sondern seit 1922 auch gleich Österreich.
Dass man jetzt in Ungarn ist erkennt man auch an der desolaten Schotterstraße (wahrscheinlich auch mit Asbest verseucht). Ein kurzes Stück auf dieser und wir kommen zu einer asphaltierten Straße deren Zustand auch nicht besser ist. Also bei nächster Gelegenheit wieder auf einen Waldweg und nun in Richtung Brennbergbánya. Bánya bedeutet nichts anderes als Bergwerk.
Wir erreichen den Ort durch die Hintertür und passieren ein altes Werksgebäude der ehemaligen Kohlengrube. Weiter auf der Hauptstraße vorbei an der Grundschule (mit deutscher Aufschrift!) zum Hauptplatz mit einer verdörrten Wiese. Auf einer Anhöhe erkennen wir einen Glockenturm mit einer Art Gipfelkreuz. Als steigen wir über einen steilen Pfad da hinauf und schauen auf den Dorfanger hinunter. Der ganze Ort hat auch schon bessere Zeiten erlebt aber als 1957 das Bergwerk geschlossen wurde war die Blütezeit endgültig vorbei.
Wir steigen durch ein Wäldchen wieder hinunter und wandern dann der Markierung mit dem roten Kreuz folgend auf einem Forstweg in den Wald hinein. Ziemlich steil geht es da gleich hinauf auf den nächsten Hügel. Bei einer Serpentine verlassen wir die Forststraße und gelangen auf einen netten schattigen Waldweg. Zeitweise gibt es auch Ausblicke bis zum nahen Neusiedler See. Etwa 1km später endet dieser Weg und das Kreuzerl zeigt nach rechts unten. Eine schnurgerade Forststraße führt hinunter in einen Graben zu einer größeren Kreuzung. Halbrechts folgen wir ab jetzt der weißblauen Markierung und es geht auf einer staubigen Forstraße wieder 1 km ordentlich bergauf. Bei der nächsten Kreuzung könnten wir nach links abbiegen (blaues Dreieck) und nach 650m einen Aussichtsturm namens Béke Kilátó erreichen. Wir lassen ihn aber links liegen und wandern rechts auf dem blauen Weg weiter. Dieser führt uns in einem Bogen zur alten Patrouillenstraße wo vor nicht allzu langer Zeit die Grenztruppen den Stacheldraht vom Eisernen Vorhang bewacht hat. Dazu parallel verlaufend gibt es 50m weiter auf der andern Seite der Grenzsteine das österreichische Pendant. Der Grenzzaun ist weg und heutzutage ist es ein normaler Wanderweg, hier auch Teil vom ungarischen Mariazeller Weg / Mária út – so ändern sich die Zeiten. Es geht nun der Grenze entlang mit der roten und grünen Markierung bis zur Hubertus-Kápolna. Ein kurzer Pfad führt auf die österreichische Seite zum schmuddeligen Rastplatz beim Kalten Bründl. Zurück auf den Grenzweg und weiter auf und ab bis zur Abzweigung zum österr. Rastplatz Drei Säulen. Auf unserer Seite verläuft ab hier ein netter, einfacher Waldweg gesäumt von Grenzsteinen also gehen wir in Österreich weiter bis wir bei einem Graben auf einen Maschendrahtzaun stoßen. Das ist schon der Gartenzaun vom ersten Hausgarten in Helenenschacht (die haben einen Hinterausgang nach Ungarn 😉 ) und zeigt uns, dass wir bald das Ende unserer Runde erreicht haben.

„Sehr nett!“

Kartenansicht

Gesamtstrecke: 11.41 km
Gesamtanstieg: 387 m
Gesamtabstieg: -381 m
Gesamtzeit: 03:19:21
Download file: 2026-07-28 Brennbergbanya.gpx

Gemütlich         Mittel          Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: keine

Wie gefällt Dir die Wanderung?

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diese Wanderung bewertet.

Schreibe einen Kommentar