Radingstein (OÖ)

Den Radingberg (901m), manchmal auch Radingstein genannt, habe ich unterschätzt. Nicht nur wegen des schlechten Wetters, auch wegen der Unscheinbarkeit auf der Karte. In Höhe und Anstieg mit dem Poppenberg zu vergleichen ist der doch unvergleichlich schöner zu erwandern. Der Forstweg, der den Einstieg bildet, ist gleich gegenüber dem kleinen Parkplatz und leicht zu übersehen. Hier noch ein extragroßes Danke an den Grundbesitzer, der die Parkfläche zur Verfügung stellt!
So gehe ich erst einmal ein Stück der Straße entlang bis zum nächsten Wegweiser. Erst dort erkenne ich, dass ich schon zu weit bin. Es wird heute nicht das letzte Mal sein, dass ich umkehre. Zurück beim Parkplatz nehme ich den zuvor genannten, begrasten, Forstweg von dem schon nach kurzem ein schmaler steiler Waldweg abzweigt. Nach etwa 80 hm erreiche ich einen ersten Aussichtspunkt, der extra frei gesägt worden zu sein scheint.
Leider regnet es inzwischen etwas stärker und ich entschließe mich nun nach einer halben Stunde doch zur Regenhose zu greifen.
Auch ergreift mich der Gedanke, dass ich diesen Weg bei dieser Witterung nicht zurückgehen will und bin froh einen Rundweg geplant zu haben.
Nach einer weiteren halben Stunde bin ich am Gipfelkreuz und freue mich, dass es ein Gipfelbuch gibt, in das ich mich sogleich eintrage. Eine kurze Pause mit Jause reicht, da der Ausblick leider bei Null liegt. Der Weg scheint vom Aussichtspunkt geradeaus steil bergab zu führen. Nach wenigen Metern sehe ich, dass es (für mich) nicht mehr weiter geht und ich kehre um. Mein Garmin zeigt mir, dass der unmarkierte Weg „hinter dem Kreuz“ weitergeht. Schmal und steil geht es bergab zu einer Weggabelung.  Ich mache ein Foto und gehe ohne genau zu lesen, wohin der Weg führt weite, links steil bergab. Wieder kehre ich nach ein paar Meter um und lese dann am Schild, dass der Weg, den ich eingeschlagen habe „Trittsicher- und Schwindelfreiheit“ erfordert.
In Anbetracht des Regens und des rutschigen Weges möchte ich ohnehin lieber die geplante Runde gehen, im Glauben, dass dieser bequemer wäre. Ist sie aber nicht. So bin ich etwa eine Stunde auf einem wunderschönen, aber schmalen Grat unterwegs und fantasiere, wie wohl der andere Abstieg gewesen wäre. Immer wieder komme ich zu Aussichtspunkten, die bei gutem Wetter wohl eine tolle Aussicht geboten hätten. Leider schüttet es inzwischen recht ordentlich. Der Pfad führt von einer kleinen Kuppe zu nächsten und ich verliere kaum an Höhe. Endlich geht der Weg in einen nicht so rutschigen Waldweg über und ich bin froh, als ich die Forststraße erreiche.
Dieser folge ich nun, obwohl etwas höher am Hand der Wanderweg verläuft. In der Kehre zweigt ein markierter Weg ab, der aber in die falsche Richtung führt. So bleibe ich am Forstweg, der mit mehr oder weniger Abstand parallel zur Bahntrasse verläuft.
Immer wieder komme ich am riesigen Netzen vorbei, die die Bahn vor Steinschlag und Felssturz schützen sollen.
Auch an einer Wildbachverbauung komme ich vorbei, die einmal mehr zeigt, wie unsinnig so ein Bauwerk sein kann. Lediglich die Baufirma hat hier gutes Geld gemacht, aber wenn der Berg ins Rutschen kommen sollte, . . .
Noch einmal übersehe ich die Abzweigung nach rechts, die von der Forststraße wieder ein kurzes Stück durch den Wald führt. Das letzte Straßenstück ist wieder asphaltiert und ich bleibe auf der Straße. Bei trockenem Wetter wäre der Weg entlang des Waldrandes sicher der schönere.

Fazit: Sehr nett! Bei Regen mit Vorsicht zu genießen, weil Wege nicht markiert, schmal und rutschig sind!

Kartenansicht

Gesamtstrecke: 7.7 km
Gesamtanstieg: 586 m
Gesamtabstieg: -600 m
Gesamtzeit: 03:19:29
Download file: _Radingstein.gpx

Schwierigkeit: Gemütlich         Mittel          Anstrengend


Einkehrmöglichkeiten: keine

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