Südlich von Bruck an der Mur führen mehrere Wanderwege und Steige durchs Weitental auf den Brucker Hochanger.
Die einfachste Variante führt über die Hochangerstraße hinauf zum Gipfel mit der Schutzhütte aber wir nehmen für den Aufstieg etwas ambitionierter den Herrensteig und zum Abstieg den Susannensteig. Das sind unschwierig zu begehende Pfade die uns zur großen Gipfelwiese bringen, von der man einen fantastischen Panoramablick genießen kann.
Es lohnt sich also, den Hochanger
zu erkunden.
Wir starten bei grauem Nebelwetter vom JUFA Hotel und wandern am Weitentalbach entlang zum Kneipp-Becken, vorbei an Naturschutzzentrum, Fischzucht und Fitnessparcours und danach immer geradeaus bis wir über eine Holzbrücke den Bach überqueren. Vorbei an mächtigen Fichten (angeblich sind einige davon über 200 Jahre alt) geht es auf dem Naturfreundewanderweg bis zur Kalten Quelle.
Hier überqueren wir den Bach wieder und gelangen zum Anfang vom Herrensteig (Markierung: Blaupunkt – aber nicht das Autoradio). Ab jetzt sind Ausdauer und Kondition gefragt, denn es geht nun gut 450Hm durch den Wald entlang dem Arzgraben ziemlich steil bergauf, wobei immer wieder eine Forststraße überquert wird. Auf genau 1000m überqueren wir den entlang der Höhenlinie quer verlaufendenTausendersteig und weiter geht es durch den Nebel steil hinauf. Auf etwa 1200m lichtet sich der Nebel und Sonnenstrahlen dringen durch den dichten Wald … da lacht das Herz trotz Schweißausbrüchen. Am Ende des steilen Anstiegs erreichen wir den 1282 m hohen Herrenkogel. Nun geht es ein Stück bergab in eine sanfte Mulde und bald danach erreichen wir die Hochangerstraße. Ein kurzes Stück später treten wir aus dem Wald auf die große flache Gipfelwiese und spazieren nach über 900 Hm Aufstieg bei herrlichem Sonnenschein auf die Hochanger-Schutzhütte zu. Dort biegt der Weg nach links ab und hinter einer Baumgruppe können wir schon das 200m entfernte Gipfelkreuz erkennen.
Wir machen den Eintrag ins Gipfelbuch und genießen das Panorama mit allen bekannten Gipfeln der Ostalpen, welche wie Inseln aus dem Nebelmeer herausragen. Südöstlich sehen wir auch den Hochlantsch, den Schöckl und südlich das vernebelte Grazer Becken.
Nach einer kurzen Trinkpause bei einem netten Bankerl am Weg machen wir uns auf den Weg zurück über die Forststraße. Die ist stellenweise so stark vereist, dass wir unsere zu Hause zurückgelassenen Grödel vermissen. So geht es teilweise am Wegesrand dahin bis wir zur Kreuzung mit der Straße zur Schweizeben-Hütte kommen. Dort zweigt nämlich auch der Susannensteig links ab und ab nun geht es wieder auf netten Waldwegen weiter. Wir überqueren dabei auch ein paar Gräben mit kleinen Bächlein und erreichen bald die Stelle wo zwei Forstarbeiter der Weg mit Absperrbändern blockiert haben. Einer der beiden winkt uns aber durch und so ersparen wir uns einen größeren Umweg. Nun ist es nicht mehr weit und wir erreichen den Talgrund vom Weitental beim Naturschutzzentrum. Den restlichen Weg zum JUFA schlendern wir.
„Ausgesprochen nett“ !
Gesamtanstieg: 927 m
Gesamtabstieg: -929 m
Gesamtzeit: 04:55:40
Einkehrmöglichkeit:
























