Dom des Waldes, Hebalm (Stmk.)

Die ca. 1400 m.ü.A. gelegene Hebalm   ist ein Alm- und Waldgebiet an der Grenze von Steiermark und Kärnten. Sie bildet einen Straßenübergang über die Koralpe von Deutschlandsberg auf die Pack.
Mitten im Wald auf der Hebalm soll es auch den Dom des Waldes geben, ein in Europa einmaliges Land-Art Projekt der bildenden Künstler Anne und Peter Knoll.
Ein maßstabsgetreuer Grundriss des Mailänder-Domes. Ein 756 Meter langer Rundweg bildet die Form und die 5 Tore beim Zugang entsprechen der Größe der Pforten des Mailänder Doms.

Also nix wie hin.

Wir starten am Parkplatz beim Fichtenhof. Das scheint das Gasthaus und Sanitärgebäude vom einehemaligen Campingplatz gewesen zu sein. Auf dem Parkplatz steht ein Gefährt mit zahlreichen Achsen und darauf schräg in den Himmel ragend ein riesiges Rotorblatt von einem Windrad. Wir wandern daran vorbei auf einem Forstweg (Markierungen 05 bzw. 505 und Via Alpina E6) in den Wald hinein und kommen bald zum Gatter von einer Kuhweide; daneben ein Holzhaus mit einem grillenden Pärchen und einem freilaufenden Hund. Auf der anderen Seite der Wiese verschwindet der Weg wieder im Wald und wir wandern leicht bergauf. Nach einiger Zeit erreichen wir einen Wegweiser in Richtung „Hebalmsee bzw. Dom des Waldes“ und schwenken scharf nach links auf den 505a. Aber nicht lange, denn schon bei der nächsten Kurve bietet sich die Gelegenheit nach Rechts abzubiegen. Wir nehmen aber erst die zweite Möglichkeit und erreichen bald darauf den Hebalm See und den zugehörigen Parkplatz mit der Vereinshütte vom Langlaufklub. Auf dem Parkplatz stehen auch 2 Autokräne mit der Rotornabe – dem nächsten Puzzleteil eines Windrades. Der kleine See bildet aber die größere Attraktion mit einer winzigen Felsinsel in der Mitte. Wir nehmen den Rundweg und schlendern durch das Treiben. Zahlreiche Bankerl stehen am Rand und mehrere gut besuchte Badeplätze laden zum Schwimmen ein. Menschen, Hunde, Enten,  Karpfen und sogar einige Koi´s benutzen das Gewässer als Lebensraum. Am Ende unserer Runde versucht auch unser Hund Mila erfolglos einen Fisch zu fangen.
Vorbei am Vereinshaus (mit öffentl. Ausschank) geht es dann in den Wald hinein und bald erreichen wir den ziemlich verlotterten, vermorschten Holzsteg der die Fundamente des Mailänder Domes (der ist 158m lang und 66m breit) darstellen soll. Einige Warnschilder halten von der Benutzung des Steges ab, nicht zu unrecht. Wir wandern ins „Innere“ und sehen rechterhand bald die 5 Holzkonstruktionen welche die 5 Tore darstellen sollen. 2x durchschritten und wir gehen auf die Mitte des Domes zu. Dort ist der Felsen des 1410m hohen Lubachkogels, welcher mit vielen Sitzbänken den Zuschauerraum des Freilufttheaters bildet. Eine etwa 40m² große Bühne diente früher für Konzerte und Lesungen aber ob da jetzt auch noch Aktivitäten stattfinden wage ich zu bezweifeln.
Mittlerweile steht am Bühnenrand eine eigenartige Hubertus-Säule – „… drum lasset uns das Jagdhorn blasen“.
Wir verlassen das Monument durch die virtuelle Sakristei, bahnen uns auf einem kaum sichtbaren Pfad durch die Heidelbeersträucher den Weg hinunter zur Forststraße 505a und beginnen den Rückweg.

„Alles in Allem – trotzdem Sehr nett!“

Kartenansicht

Gesamtstrecke: 4.79 km
Gesamtanstieg: 171 m
Gesamtabstieg: -170 m
Gesamtzeit: 01:46:58
Download file: 2026-06-24 Hebalm.gpx

Gemütlich  Mittel  Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: Vereinshaus beim Parkplatz Hebalm bzw. Fichtenhof

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