Hoher Zinken, Hintersee (Sbg.)

Südöstlich der Stadt Salzburg liegen die Salzburger Voralpen. Mitten drin  in der Osterhorngruppe befindet sich auf etwa 1300m die Genneralm  .
Unser lieber Gastgeber besitzt dort eine feine kleine Jagdhütte und hat uns zu einem Wochenende in den Salzburger Bergen ermuntert. Die steile Auffahrt zur Alm ist auch keine Hexerei, obwohl die einspurige Mautstraße mit ihren Schotterpassagen einige Überraschungen bieten kann.
Von der Hütte aus kann man mehrere Gipfel erreichen und wir entscheiden uns erst einmal für den Hohen Zinken mit seinen 1764 m.ü.A.

Vorm Haus müssen wir zuerst die Kuhherde verscheuchen aber dann geht es auf dem Weg  840 am Fuß des Holzeck ostwärts. Hinunter in eine kleine Senke und bei einem knorrigen, alleinstehenden Baum vorbei erreichen wir den Wegweiser für den Aufstieg. Anfangs erahnen wir noch eine felsige Forststraße aber bald windet sich ein Kuhweg in Serpentinen durch den Wald hinauf. Überhaupt scheinen diese Viecher ihre Zeit lieber im Wald zu verbringen als im offenen Almgelände. Kuhfladen säumen unseren Weg und in jeder Kurve lungern ein paar Kühe im Gehölz. Der Weg wird zum Steig und es geht stetig steil bergauf. Schließlich erreichen wir offenes Gelände und nach ein paar weiteren Serpentinen stehen wir auf einem Plateau mit einem menschgemachtem Steinkreis. Nachdem am Weg zum Gipfel wiederum einige Kühe stehen beschließen wir einen Umweg am Rand der Alm für unseren weiteren Aufstieg zu nehmen – man muss die Tiere ja nicht unnötig provozieren. Also steigen wir durch felsdurchsetztes, hohes Büffelgras, Latschen und sonstiges Gebüsch die letzten 50 Hm zum Gipfelkreuz hinauf.
Es zieht mächtig und auch einige Regentropfen peitschen uns ins Gesicht, aber dafür ist das Panorama überwältigend. Abgesehen von den lokalen Gipfeln wie Gennerhorn, Gruberhorn, Regenspitz, etc. haben wir einen  Rundblick von der Stadt Salzburg, dem Untersberg, dem Watzmann, dem Hochkönig, dem ganzen Tennengebirge, der Bischofsmütze, dem Dachstein-Massiv, weiter östlich dasTote Gebirge mit Priel, dem markanten Schafberg (sogar der Wolfgangsee blinzelt herauf) und dem Zwölferhorn bei St. Gilgen.
Aber nicht nur wir genießen den Ausblick sondern auch einige „naheliegende“ Kühe wiederkäuen und am Kammweg hinüber zum Osterhorn weiden einige Pferde.
Nach einem Eintrag ins Gipfelbuch verlassen wir den windigen Hohen Zinken und steigen am gleichen Weg wieder hinunter zur Jagdhütte.

„Sehr nett“.

Kartenansicht

Gesamtstrecke: 6.49 km
Gesamtanstieg: 596 m
Gesamtabstieg: -597 m
Gesamtzeit: 03:41:57
Download file: 2026-08-21 Hoher Zinken.gpx

Gemütlich         Mittel          Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: keine

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