Viroinval, Nismes (Belgien)

Die Ardennen sind ein ausgedehntes Waldgebirge und erstrecken sich größtenteils über den Südosten der belgischen Region Wallonie.
Der Naturpark Viroin  mit dem Fondry des Chiens bei Nismes macht aber einen geradezu provencealischen Eindruck. Schafe und Ziegen, die die Landschaft offen halten, unterstreichen das Gefühl, durch eine mediterrane Gegend zu laufen. Seine Kalkfelsen bieten tiefe Einblicke und weite Aussichten.

Ein Parkplatz an der N99 ist unser Ausgangspunkt. Nach etwa 200m am Straßenrand biegen wir auf einen schmalen Pfad ab und streben an einer Felsformation vorbei hinauf auf eine trockene Wiese. Hinunter in ein breites Tal und wieder hinauf auf einen karstigen Hügel und wir stehen am Rand vom Fondry des Chiens, einer Kalksteinschlucht mit etwa 100m Durchmesser und gut 25m Tiefe. Wir umrunden die Kluft und gelangen zum Wanderparkplatz für die „Fußmaroden“. Von hier starten die Wandertouren und wir entscheiden uns für die längste Version mit etwa 12km. Fast hätten wir den Einstieg verpasst aber nach einem kurzen Abstecher finden wir die rote 4 Markierung und so geht es los auf einem netten Waldweg immer schön am Hügel entlang durch den dichten Wald. Nach endloser Zeit sehen wir 3 Radfahrer welche ihre Drahtesel einen steilen Abhang hinaufschieben. Es scheint so als hätten wir bald unser  erstes Etappenziel erreicht. Auf einem schmalen Pfad geht es steil hinunter und wir hören Stimmen. Eine Gruppe junger, laut diskutierender  Mädchen kommt uns bei einer Brücke mit Andreas-Kreuzen entgegen. Wir sind bei einer Eisenbahnbrücke angekommen und als wir uns umdrehen sehen wir 100m entfernt den Tunnel der alten Strecke. Angeblich fahren hier gelegentlich Dampfzüge durch. Auf der angrenzenden Wiese sehen wir ein großes Zeltlager mit weiteren Jugendlichen – welch ein Chaos. Es geht wieder steil hinauf auf den nächsten Hügel und dann vorbei an einer alten Siedlung und einem aufgelassenen Steinbruch auf Waldwegen bis zu einer großen Wegkreuzung mit Grabstein und diversen Wegweisern. Ein kurzes Stück geht es nun auf einer befestigten Straße durch offenes Ackerland, dann wieder in den Wald bis zum Aussichtspunkt Haute Roche. Von da hinunter nach Dourbes, wo es von Eltern wimmelt, welche ihre verdreckten Sprösslinge von den zahlreichen Ferienlagern abholen. Ein Stück am Fluss Viroin unterhalb vom Felsen Haute Roche mit seiner Burgruine entlang und dann wieder hinauf auf den nächsten Hügel. Nun geht es ereignislos durch den Wald vorbei am bekannten Karstloch und zurück zum Startpunkt.

„ausgesprochen nett“.

Gesamtstrecke: 16.1 km
Gesamtanstieg: 215 m
Gesamtabstieg: -194 m
Gesamtzeit: 04:13:35
Download file: 2022-07-25 Wallonie Nismes.gpx

Gemütlich         Mittel          Anstrengend

Einkehrmöglichkeit: keine

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